„Wer arbeitet für unsere KI?“ – Workshop zum digitalen Kolonialismus
Künstliche Intelligenz, soziale Netzwerke und digitale Plattformen gehören längst selbstverständlich zum Alltag junger Menschen. Doch wer arbeitet eigentlich im Hintergrund dieser digitalen Welt? Und welche globalen Zusammenhänge und Ungleichheiten verbergen sich hinter den Technologien, die wir täglich nutzen?
Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse im Rahmen des Workshops „Globale digitale Welt – Wer arbeitet für unsere KI?“. Im Mittelpunkt standen die oftmals unsichtbaren Arbeits- und Wertschöpfungsketten unserer digitalen Welt sowie das Thema digitaler Kolonialismus.
Durchgeführt wurde der Workshop von Aliéna Lill, die als Medienpädagogin über langjährige Erfahrung in der Bildungsarbeit und in der Tech-Branche verfügt. In ihren interaktiven Workshops macht sie globale Zusammenhänge sichtbar und regt dazu an, unsere digitale Gegenwart kritisch zu hinterfragen. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt darauf, jungen Menschen Wege zu kritischer Selbstreflexion und digitaler Mündigkeit zu eröffnen.
Im Verlauf des Workshops erhielten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, einen Blick hinter die oftmals unsichtbaren Strukturen unserer digitalen Welt zu werfen. Sie beschäftigten sich damit, wie Menschen in unterschiedlichen Regionen der Welt mit digitalen Technologien verbunden sind, als Nutzerinnen und Nutzer, als Entwicklerinnen und Entwickler oder als Arbeitskräfte in Ländern des Globalen Südens. Dabei standen insbesondere Fragen nach Gerechtigkeit, Teilhabe und Verantwortung im Mittelpunkt.
Der Besuch einer externen Expertin stellte eine besondere Bereicherung für den Unterricht dar. Die Schülerinnen und Schüler erhielten dadurch die Möglichkeit, über den regulären Unterricht hinaus neue Perspektiven kennenzulernen, eigene Vorstellungen zu hinterfragen und sich intensiv mit einem hochaktuellen gesellschaftlichen Thema auseinanderzusetzen.
Der Workshop bot viel Raum für Austausch, kritische Reflexion und Perspektivwechsel und machte zugleich deutlich, wie eng globale Strukturen und die digitale Lebenswelt junger Menschen miteinander verbunden sind. Ein spannender und erkenntnisreicher Workshop, der sicherlich auch über den Unterricht hinaus zum Nachdenken anregt.